Kung Fu für Menschen mit Behinderung
Bewegung, Gewaltschutz und Selbstverteidigung – in kleinen Gruppen, im eigenen Tempo. Kein vereinfachtes Training, sondern ein eigenes Angebot mit eigenen Zielen.
Unverbindlich anfragenBewegung, Gewaltschutz und Selbstverteidigung – in kleinen Gruppen, im eigenen Tempo. Kein vereinfachtes Training, sondern ein eigenes Angebot mit eigenen Zielen.
Unverbindlich anfragenKampfkunst ist kein Sport für besonders Begabte. Sie ist ein Weg, den eigenen Körper kennenzulernen, Grenzen zu spüren und sie behaupten zu lernen. Wir unterrichten in Wittelsberg im Ebsdorfergrund, rund 15 Minuten von Marburg entfernt.
Wing Chun kommt ohne Sprünge, hohe Tritte und Akrobatik aus. Gearbeitet wird aus kurzer Distanz, aus einem festen Stand heraus, mit klaren und wiederholbaren Abläufen. Das macht es ungewöhnlich gut anpassbar: an unterschiedliche Beweglichkeit, an unterschiedliches Tempo, an das Training im Sitzen.
Was dabei entsteht, ist mehr als Bewegung. Gleichgewicht, Körperspannung, Koordination – und die Erfahrung, etwas zu können, das man vorher nicht konnte. Diese Erfahrung wirkt über die Trainingsstunde hinaus.
Menschen mit Behinderung erleben Gewalt deutlich häufiger als der Durchschnitt der Bevölkerung. Und sie erleben sie meist nicht durch Fremde auf der Straße, sondern im nahen Umfeld – dort, wo Abhängigkeit besteht.
Deshalb sagen wir klar, was ein Kurs leisten kann und was nicht. Keine Technik der Welt löst ein Abhängigkeitsverhältnis auf. Was Training aber verändert, ist die Haltung zum eigenen Körper:
Das ist keine Kampftechnik, sondern Vorarbeit. Wer gelernt hat, eine Grenze zu spüren und zu benennen, holt sich im Ernstfall eher Hilfe. Darum steht dieser Teil bei uns vor allem anderen.
Gelehrt werden wirksame Techniken aus dem Wing Chun – keine abgeschwächte Variante, sondern dieselben Abläufe wie im regulären Unterricht, ausgewählt und angepasst an die Person. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wesentlichen: sich lösen, Abstand herstellen, laut werden, Hilfe holen. Wenige Techniken, oft wiederholt, bis sie ohne Nachdenken abrufbar sind.
Wir üben kontrolliert und ohne Härte. Niemand muss kämpfen, niemand wird vorgeführt, niemand muss etwas tun, das sich nicht gut anfühlt. Wer tiefer einsteigen möchte, findet den Weg in unser reguläres Wing-Chun-Training; für Kinder gibt es eigene Gruppen im Kinder-Kung-Fu.
Kleine Gruppen. Ruhiges Tempo. Klare, gleichbleibende Abläufe, an denen man sich orientieren kann. Begleitpersonen sind willkommen und können mitmachen oder dabeisitzen.
Wir passen das Training an die Menschen an, die kommen – nicht umgekehrt. Vor dem ersten Termin sprechen wir in Ruhe darüber, was gebraucht wird und was möglich ist. Zu uns kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Marburg, dem Ebsdorfergrund und dem weiteren Umkreis; aus Gießen und Kirchhain sind es jeweils rund 20 Minuten.
Training in Wittelsberg: wenige Techniken, oft wiederholt, im eigenen Tempo. 30 Sekunden ohne Ton.
Viele Angebote für Menschen mit Behinderung haben eine Decke nach oben. Unseres hat keine. Bei uns gibt es keinen gesonderten, niedrigeren Weg – wer dabeibleibt und die entsprechende Leistung bringt, kann bis zum Meistergrad im Kung Fu gelangen, nach denselben Maßstäben wie alle anderen.
Für manche ist das ein Kurs über ein paar Wochen. Für andere wird daraus ein Weg über Jahre, mit einer echten Perspektive und einem Ziel, das nicht kleiner ist als das der anderen Schüler.
Wing Chun eignet sich dafür besonders: Es arbeitet aus kurzer Distanz und aus festem Stand und setzt auf Struktur statt auf Kraft und Schnelligkeit. Das macht es anpassbar, ohne es zu verwässern.
Sifu Nils Ring trainiert seit über 30 Jahren Kampfkunst und ist der erste Deutsche, der in die Ip-Man-Familie aufgenommen wurde, anerkannt durch die Ving Tsun Athletic Association in Hongkong.
Ebenso wichtig für dieses Angebot: Er arbeitet als pädagogischer Mitarbeiter im Hofgut Friedelhausen und ist den Umgang mit Menschen mit Behinderung aus dem Berufsalltag gewohnt – nicht nur aus dem Trainingsraum. Unterrichtet wird in Wittelsberg bei Marburg, in kleinen Gruppen und im Einzelunterricht.
Wir kommen auch zu Ihnen: in Werkstätten, Wohneinrichtungen, Förderschulen und Tagesstätten – als fortlaufender Kurs oder als Projekttag. Unser Einzugsgebiet umfasst Marburg-Biedenkopf, den Landkreis Gießen und den Lahn-Dill-Kreis; für Projekttage kommen wir auch nach Wetzlar.
Für Leistungserbringer kann das zugleich ein Baustein im eigenen Gewaltschutzkonzept sein, zu dem § 37a SGB IX verpflichtet. Ein Angebot, das Menschen mit Behinderung befähigt, Grenzen wahrzunehmen und zu benennen, lässt sich dort sinnvoll einordnen.
Sprechen Sie uns an – wir entwickeln das Format gemeinsam mit Ihnen.
Ja. Wing Chun arbeitet aus kurzer Distanz und aus einem festen Stand heraus – vieles davon lässt sich im Sitzen übernehmen. Wir passen die Abläufe an die jeweilige Beweglichkeit an, statt sie wegzulassen.
Kinder trainieren ab fünf Jahren in eigenen Gruppen. Nach oben gibt es keine Grenze. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern dass das Tempo passt.
Nein. Wir beginnen bei dem, was da ist. Wer bisher wenig Bewegung hatte, braucht nur etwas mehr Zeit – sonst nichts.
Ja. Wir unterrichten in Werkstätten, Wohneinrichtungen, Förderschulen und Tagesstätten im Raum Marburg, Gießen und Wetzlar – als Projekttag, Projektwoche oder fortlaufenden Kurs.
Ja, ausdrücklich. Betreuungskräfte, Angehörige und Lehrkräfte können mitmachen oder dabeisitzen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich dadurch sicherer.
Nichts. Das Probetraining ist kostenlos und unverbindlich, für Einzelne wie für Gruppen. Auch eine Schnupperstunde in Ihrer Einrichtung ist kostenfrei.
Ein Probetraining ist kostenlos und unverbindlich, für Einzelne wie für Gruppen. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.
Kung Fu Spirit
Am Marktplatz 16, 35085 Wittelsberg/Ebsdorfergrund
0176 45743442 · nils@kungfu-spirit.de
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